Bundesliga News – Sportwetten

20. Juli 2010

Hoffenheim feiert Schützenfest im Testspiel

Filed under: 1899 Hoffenheim — admin @ 22:31

Einen Leckerbissen bot die TSG 1899 Hoffenheim ihren Fans im Testspiel beim A-Klasse-Klub VfB Rauenberg. Die Mannschaft von Ralf Rangnick gewann mit 26:0. Vedad Ibisevic war vor 2000 Zuschauern mit fünf Treffern Hoffenheims erfolgreichster Spieler. Jeweils vier Tore erzielten die Talente Nikolai Groß und Denis Thomalla.

Weniger offensivfreudig war die Ligakonkurrenz: Werder Bremen gewann 3:1 beim SSV Reutlingen, der 1.FC Nürnberg kam im ersten Härtetest gegen PAOK Saloniki nicht über ein 1:1 hinaus, und der VfL Wolfsburg musste beim 1:3 gegen den griechischen Meister Panathinaikos Athen die erste Niederlage der Vorbereitung hinnehmen.

Starker Anautovic beim Bremer Sieg

Die Bremer zeigten beim Oberligisten aus Reutlingen vor allem im ersten Durchgang eine ansprechende Leistung. Aaron Hunt (21.), Tim Borowski (35.) und der stark spielende Marko Arnautovic (39.) erzielten die Bremer Tore. Andreas Rill (15.) hatte die Amateure vor 5600 Zuschauern im Stadion an der Kreuzeiche in Führung gebracht. Nach der Pause hemmten zahlreiche Auswechslungen den Spielfluss auf beiden Seiten.
Torwartfehler kostet Sieg in letzter Sekunde

Nürnberg verschenkte hingegen beim ersten Härtetest vor der Saison gegen den griechischen Spitzenklub PAOK Saloniki einen Sieg. Beim 1:1 (1:0) vor rund 3000 Zuschauern in Schweinfurt brachte Verteidiger Philipp Wollscheid die Franken in der 40. Spielminute in Führung. Am Ausgleichstor in letzter Minute hatte Nürnbergs Torhüter Alexander Stephan maßgeblichen Anteil. Er bediente mit einem verunglückten Abstoß den griechischen Stürmer Papazoglou, der ohne Mühe zum Endstand einschob.
Mintal muss verletzt raus

Ein weiterer Wehrmutstropfen war die verletzungsbedingte Auswechslung von Marek Mintal. Der Slowake klagte nach einem harten Zweikampf über Schmerzen am rechten Fuß und musste bereits nach 30 Minuten das Feld verlassen. Trainer Dieter Hecking ärgerte sich über das späte Ausgleichstor: “Ich bin nicht zufrieden. Wir hätten gewinnen müssen.”
Dejagah trifft vorne und hinten

Einen kuriosen Tag erlebte Askan Dejagah im Testspiel seines VfL Wolfsburg gegen den griechischen Meister Panathinaikos Athen. Zunächst traf der Stürmer zum zwischenzeitlichen 1:1 (39.) und leitete später mit einem Eigentor (61.) die 1:3 (1:1)-Niederlage des Teams von Trainer Steve McClaren ein. Für Wolfsburg, das sich derzeit im Trainingslager im österreichischen Going auf die neue Saison vorbereitet, war es im fünften Test die erste Pleite.

1. Juli 2010

Es ist mal wieder an der Zeit

Filed under: WM 2010 — admin @ 18:28

Kühler Kopf und heiße Herzen: Mit diesem Rezept will die deutsche Nationalmannschaft im WM-Viertelfinale ihre schwarze Serie gegen die großen Fußball-Nationen beenden.

“Es ist schon lange her, dass wir einen Großen geschlagen haben. Deshalb ist es mal wieder an der Zeit”, sagte Philipp Lahm vor dem brisanten WM-Viertelfinale zwischen dem dreimaligen Weltmeister Deutschland und dem zweimaligen Titelträger Argentinien am Samstag in Kapstadt (ab 15:45 Uhr im Live-Ticker) .

Wiederholung von 2006?

Der Kapitän erntete für seine Aussage wenige Stunden vor dem Abflug der DFB-Auswahl in die drittgrößte südafrikanische Metropole zunächst ungläubiges Staunen, eher er voller Überzeugung darlegte: “Argentinien, Spanien und Brasilien zähle ich zu den großen Gegnern, England gehört für mich nicht mehr dazu.”

So betrachtet war das 4:1 im Achtelfinale gegen die “Three Lions” Pflicht, die Kür soll nun gegen des Starensemble von Trainer-Unikum Diego Maradona folgen. Gegen die “Gauchos” hat die DFB-Auswahl nach Lahms Meinung beim WM-Sommermärchen 2006 in Deutschland (4:2 im Elfmeterschießen) letztmals einen Big Point erzielt.

“Für die Entwicklung unserer jungen Mannschaft ist es wichtig, nun auch mal so einen Gegner zu besiegen. Das würde uns einen weiteren Schritt nach vorne bringen”, erklärte Lahm den Stellenwert des emotionalen Duells. “Von Selbstüberschätzung kann aber keine Rede sein. Wir wissen um unsere Qualität und unsere Stärke. Wenn wir wieder als Mannschaft auftreten und jeder alles abruft, haben wir eine gute Chance”, sagte der 26-Jährige selbstbewusst.

Alle bleiben auf dem Teppich

Oliver Bierhoff unterstrich, dass das deutsche Team trotz des Höhenfluges auf dem Teppich geblieben sei. “Die besondere Stärke unserer Mannschaft ist, dass sie über eine gesunde Selbsteinschätzung verfügt. Es glaubt kein Spieler, dass er bei der WM schon etwas erreicht hat”, sagte der Teammanager.

Deshalb sei die Vorbereitung auf das Argentinien-Spiel, bei dem der verletzte Kapitän Michael Ballack auf der Tribüne die Daumen drückt, erneut hochkonzentriert. “Mit der Abreise nach Kapstadt beginnt für uns die heiße Phase”, berichtete der Europameister von 1996 vor dem Abflug am späten Donnerstagnachmittag von Johannesburg aus.

Zuvor war die Mannschaft noch im Teamhotel Velmore Grande von Bundestrainer Joachim Löw über die Stärken und Schwächen der Südamerikaner detailliert unterrichtet worden. “Wir haben nicht so viele Schwächen wie bei den Engländern gefunden, aber wir haben einige gefunden”, sagte Bierhoff. Und Lahm versicherte: “Wir waren gegen England perfekt eingestellt und sind dies auch gegen Argentinien.”

“Temperamentvoll und schlecht im Verlieren”

Dass Bastian Schweinsteiger tags zuvor mit einigen unbedachten Äußerungen die Stimmung zusätzlich angeheizt hatte, nahmen sowohl Lahm als auch Bierhoff dem Vize-Kapitän nicht krumm. “Die Südamerikaner sind nun mal sehr temperamentvoll und können schlecht verlieren”, sagte Lahm und fügte bestimmt hinzu: “Mal sehen, wie sie am Samstag reagieren, wenn sie wieder als Verlierer den Platz verlassen.” Um diese Erfahrung zu machen, müsse sich die deutsche Mannschaft “aber auf Fußball konzentrieren und einen kühlen Kopf bewahren”.

Vize-Kapitän Schweinsteiger hatte den “Gauchos” nicht nur wegen der Vorfälle nach dem Viertelfinale 2006 in Berlin unter anderem Provokationen auf dem Spielfeld vorgeworfen, was anschließend Maradona auf den Plan gerufen, Löw dagegen kalt gelassen hatte. “Es gab keinen Grund, mit Bastian darüber zu reden. Er lässt halt mal einen Spruch raus, aber er ist ein fairer und hochanständiger Spieler”, sagte Bierhoff und konterte dann Maradona, der Schweinsteiger Nervosität unterstellt hatte: “Bei uns ist keiner nervös, auch Bastian nicht.”

Keine Angst vor Messi

Selbst Superstar Lionel Messi, der wegen einer leichten Erkältung als Vorsichtsmaßnahme am Donnerstag nicht am Training teilnahm, verbreitet im deutschen Lager keine Angst. “Er hat bislang ja noch nicht getroffen, das soll auch so bleiben”, sagte der bislang überragende Innenverteidiger Arne Friedrich, “wir wissen aber um seine außergewöhnlichen Fähigkeiten und müssen ihn im Kollektiv ausschalten.”

Auch Mesut Özil, der am Donnerstag geschont wurde und ebenso wie die angeschlagenen Cacau (Bauchmuskelzerrung) und Lukas Podolski (Muskelverhärtung) nicht am Training teilnahm, blickt voller Optimismus auf das Match: “Wir wollen unbedingt ins Halbfinale. Wir müssen uns auch vor Argentinien nicht verstecken und werden unsere Chancen haben.”

Özil hatte von Löw bewusst eine Pause erhalten, damit er seinen Akku wieder aufladen konnte. Podolski, der am Freitag beim Abschlusstraining in Kapstadt wieder mit von der Partie sein soll, sei ebenfalls aus Vorsichtsgründen im Hotel geblieben, berichtete Bierhoff. Dagegen steht Cacau am Samstag wohl nicht zur Verfügung.

Die voraussichtlich deutsche Mannschaftsaufstellung:

1 Neuer – 16 Lahm, 17 Mertesacker, 3 Friedrich, 20 Boateng – 6 Khedira, 7 Schweinsteiger – 13 Müller, 8 Özil, 10 Podolski – 11 Klose. – Trainer: Löw

3. Mai 2010

Die erstklassige Heimmacht

Filed under: 1. FSV Mainz 05 — admin @ 13:00
Außergewöhnliche Ereignisse erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. So oder ähnlich muss wohl auch Thomas Tuchel gedacht haben.

Eigentlich liebt der junge Trainer des 1. FSV Mainz 05 den großen Auftritt nicht, doch diesmal wollte er die Bitten der Anhänger nicht abschlagen. Und so stand Tuchel oben auf dem Fanzaun und stimmte höchstpersönlich die “Humba” an.

Neuer Rekord in der Heimbilanz

Es war mal wieder Feiertag in Mainz – der 1:0-Erfolg über Borussia Dortmund war gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Vor allem natürlich, weil der Aufsteiger mit seinen Bundesligapunkten 39, 40 und 41 auch rechnerisch alle Zweifel an seiner Zugehörigkeit zur Eliteklasse beseitigte. “Dass wir schon vier Spieltage vor Saisonende durch sind, ist eine außergewöhnliche und herausragende Leistung aller im Verein”, stellt Manager Christian Heidel strahlend fest.

Wie Heidel wissen auch die Spieler, dass sie den Klassenerhalt fast allein der Festung am Bruchweg zu verdanken haben. “Was wir als Aufsteiger hier zuhause präsentieren, ist einfach toll”, meint Torhüter Heinz Müller.

Der FSV spielt in dieser Saison so erfolgreich zuhause auf wie noch nie zuvor. In ihrer Premierensaison 2004/2005 sammelten die Mainzer im heimischen Stadion 30 Punkte. Nach dem Sieg über Dortmund sind es jetzt 31 – die beste Bundesliga-Heimbilanz der Vereinsgeschichte.

Starke Defensive als Grundlage

Bemerkenswert war der Sieg über den BVB auch, weil ausgerechnet gegen die Mannschaft des “Ur-Mainzers” Jürgen Klopp wieder der Knoten platzte. Drei Niederlagen hatte Mainz zuvor kassiert, dabei nicht einen Treffer erzielt – und durfte dann gegen den Champions-League-Aspiranten das Erfolgserlebnis feiern. “Aber es soll niemand glauben, dass ich mir gesagt habe, wenn wir schon verlieren, dann hier”, hielt Klopp humorvoll fest.

Die Grundlage zum Sieg und damit zum endgültigen Klassenerhalt legte Mainz einmal mehr in der Defensive, die sich auch ein Sonderlob des Gegners verdiente. “Was die Mainzer alles rausgehauen haben – unglaublich. Die haben richtige Monster da hinten”, lobte Neven Subotic seine ehemaligen Mannschaftskameraden um Nikolce Noveski mit einem eigenwilligen, aber anerkennenden Vergleich.

37 Gegentore hat Mainz bislang kassiert. Auf diesem Niveau bewegen sich auch ambitionierte Teams wie Stuttgart und Bremen.

Tuchel trotz Sieg unzufrieden

Die stabile Defensive überdeckt auch die Schwächen, die Mainz im Spielaufbau immer wieder offenbart. Gegen den BVB drückte sich das in 31 Prozent Ballbesitz aus. Und es war auch bemerkenswert, dass Thomas Tuchel selbst in der Feierstunde nicht das Mäntelchen des Schweigens über die Probleme legte.

Im Gegenteil: Tuchel stellte seinem Team ein schlechtes Zeugnis aus und formulierte damit zugleich den Aufgabenkatalog für die nächsten Partien: “Wir haben zu oft die Ordnung verloren. Wir hatten Unordnung in unseren Laufwegen. Uns fehlte die Ruhe im Spielaufbau. Wir haben zu viele lange Bälle gespielt.”

“Haben auswärts noch etwas zu beweisen”

Es liegt nun an der Mannschaft, schon im nächsten Spiel beim Hamburger SV zu beweisen, dass sie das besser kann. Und nicht nur das – denn auf fremden Plätzen lief es in dieser Saison für Mainz alles andere als erstklassig. Die Auswärtstabelle weist den FSV mit gerade einmal zehn Zählern auf dem letzten Tabellenrang aus. “Wir haben auswärts noch etwas zu beweisen. In Hamburg können wir damit beginnen”, meint Bo Svensson.

Klappt das nicht, bleiben immerhin noch zwei Heimspiele, um der erfolgreichen Saison die Krone aufzusetzen. Denn nur noch zwei Zähler fehlen Mainz zur Bestmarke aus der ersten Bundesligasiason 2004/05. “Diesen Rekord greifen wir an, den wollen wir uns holen”, verspricht Thomas Tuchel. Und dann steigt der 36-Jährige vielleicht auch noch einmal zur “Humba” auf den Zaun.

Aus Mainz berichtet Dietmar Nolte

In Galaform zum “Abstiegsfinale”

Filed under: Hannover 96 — admin @ 12:58
Erst zehn Minuten Party, dann sieben Tage volle Konzentration: Schon kurz nach der 6:1 (4:0)-Gala gegen Borussia Mönchengladbach und dem ausgelassenen Jubel mit den Fans hatte man bei Hannover 96 den höchsten Bundesliga-Sieg seit 45 Jahren abgehakt.
Freude über drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt: Ja! Überschwang vor dem großen “Abstiegsfinale” am kommenden Samstag beim Mitkonkurrenten VfL Bochum: Fehlanzeige! “Erleichterung spüre ich nicht”, sagte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke: “In Bochum wird es ein heißer Tanz.”

“Es geht immer noch um alles”

Immerhin kletterten die Niedersachsen durch das Schützenfest gegen desolate Gladbacher erstmals seit Rückrundenbeginn auf einen Nichtabstiegsplatz und können nun sogar noch aus eigener Kraft den Relegationsspielen aus dem Weg gehen. “Unsere Ausgangsposition ist jetzt natürlich deutlich besser. Aber wir müssen uns sofort wieder auf den Punkt konzentrieren, damit wir in Bochum genauso stabil auftreten”, forderte 96-Trainer Mirko Slomka, und Schmadtke fügte hinzu: “Noch sind wir nicht durch. Es geht immer noch um alles.”

Die Profis, die vor ihrem Triumph nacheinander 0:7 bei Bayern München und 0:3 bei Bayer Leverkusen verloren hatten, scheinen auf der Zielgerade der Saison den Ernst der Lage erkannt zu haben. Von der ersten Sekunde an wurde die Borussia unter Druck gesetzt und nach der Führung von Karim Haggui (16.), der bei Hannovers 3: 5-Niederlage im Hinspiel noch zweimal ins eigene Netz getroffen hatte, regelrecht überrollt. Fast nach Belieben durften sich die 96-Spieler in die Torschützenliste eintragen.

“Besser spät als nie”

So nahmen auch Sergio Pinto (23.), Didier Ya Konan (27.), Mike Hanke (38.), Sofian Chahed (53.) und Arnold Bruggink (74.) die Einladungen dankend an. Für Gladbach traf einzig Patrick Herrmann zum zwischenzeitlichen 1:5 (69.). “Das war unser stärkstes Spiel der Saison – besser jetzt als nie. Noch ist es ja nicht zu spät”, meinte Haggui.

Hanke ergänzte: “Wir haben gezeigt, dass wir mit aller Macht in der 1. Liga bleiben wollen. Auch auf den anderen Plätzen ist es gut für uns gelaufen. Wenn wir aber in Bochum verlieren, bringt das alles nichts.”

Hannoveraner halten den Ball flach

Einen psychologischen Vorteil gegenüber dem VfL, der 1:3 bei den Bayern unterlag und nun zwei Punkte Rückstand auf Hannover hat, wollte Schmadtke allerdings nicht ausmachen: “Das wird keine Rolle spielen. Wir müssen zeigen, dass wir von der ersten Sekunde an bereit sind.” Bruggink: “Wir haben noch gar nichts erreicht. Zumal am kommenden Wochenende eine andere Mannschaft als Gladbach auf dem Platz stehen wird.”

Die in der Tabelle im Niemandsland rangierenden Rheinländer erwiesen sich für Hannover als dankbarer Gegner und bäumten sich kaum gegen das drohende Debakel auf. Trainer Michael Frontzeck wollte von einer vermeintlichen Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten der Bochumer oder des 1. FC Nürnberg jedoch nichts wissen. “So etwas zu behaupten, wäre ein Witz”, sagte der Coach: “Wir sind halt noch nicht so weit wie viele denken. Die Niederlage ist auch in dieser Höhe verdient.”

Die meisten der Zuschauer in Hannovers WM-Arena dürften dies ähnlich gesehen haben. Bis zu 10.000 Fans der Niedersachsen wollen nun auch mit nach Bochum fahren. “Natürlich möchten wir unseren Anhängern auch etwas zurückgeben”, sagte Hanke.

Wir wurden für den enormen Aufwand nicht belohnt

Filed under: Hertha BSC — admin @ 12:57
Die erste Entscheidung in der Abstiegsfrage ist gefallen. Trotz einer starken Leistung und eines 1:1-Unentschiedens bei Bayer Leverkusen muss Hertha BSC Berlin als Tabellenletzter den bitteren Gang in die 2. Bundesliga antreten. Nach dem besiegelten Abstieg stellte sich Herthas Manager Michael Preetz den Fragen der Journalisten.
Frage: Michael Preetz, Hertha BSC Berlin ist nach dem 1:1 in Leverkusen definitiv aus der Bundesliga abgestiegen. Wie sieht es in Ihnen jetzt aus?

Michael Preetz: Das ist ein ganz bitterer Moment für Hertha BSC. Für jeden Spieler, für alle bei Hertha BSC, für die ganze Stadt und für unsere fantastischen Fans. Wir haben das Szenario seit Wochen vor Augen und uns dagegen gewehrt. Jetzt ist es bittere Gewissheit. Es ist schade, weil mit dieser Mannschaft viel mehr möglich gewesen wäre als jetzt abzusteigen.

Frage: Konnte man sich auf die Situation, die ja jetzt nicht mehr ganz überraschend kam, einstellen oder hatten Sie noch die Hoffnung, dass die guten Leistungen der letzten Wochen irgendwann einmal belohnt werden?

Preetz: Wer unsere Mannschaft in den letzten Wochen und im ganzen Jahr 2010 verfolgt hat, der hat mehrere solcher Leistungen gesehen, wie wir sie beim Tabellen-Vierten in Leverkusen gezeigt haben. Wir haben aber leider auch gezeigt, warum es am Ende nicht gereicht hat. Wir haben gegen Leverkusen sehr gut gespielt, aber wir haben vergessen, den berühmten Sack zuzumachen. Wir haben Torchancen in Hülle und Fülle ausgelassen. Das war in Leverkusen ein Problem und insbesondere in den Heimspielen. Ein Heimsieg ist schlechtweg zu wenig. Wir sind Zuhause abgestiegen, nicht in Leverkusen.

Frage: In der Rückrunde hat die Hertha viele Punkte geholt und eine Aufholjagd versucht. Aber war die Hypothek der Hinrunde letztlich zu groß?

Preetz: Die sechs Punkte aus der desolaten Hinrunde waren eine schwere Hypothek, auch für die Spieler und deren Nervenkostüm. Sie haben in jedem Spiel in 2010 diesen Rucksack aufgehabt. Das hat an der einen oder anderen Stelle auch verhindert, dass die Lockerheit dabei war, die man beim Fußballspielen braucht, um noch erfolgreicher zu sein, als wir das in der Rückrunde waren. Wir waren immer dran, sind aber nie vorbeigekommen.

Frage: Wie geht es mit Trainer Funkel weiter, der nur einen Vertrag für die 1. Bundesliga besitzt?

Preetz: Ich habe schon in den vergangenen Wochen gesagt, dass wir uns am Ende der Saison zusammensetzen, die Saison analysieren und dann sehen, wie es in der Trainerfrage weitergeht.

Frage: Waren die Leistungen der Mannschaft in den vergangenen Wochen ein Argument für eine Weiterbeschäftigung von Friedhelm Funkel?

Preetz: Die Mannschaft hat ein gutes Spiel in Leverkusen gemacht. Aber wir hätten gewinnen müssen, um die Hoffnung mit in den 34. Spieltag zu retten. Das ist einfach schade, weil wir nicht für den enormen Aufwand belohnt wurden.

Frage: Wie groß wird der zu erwartende personelle Umbruch ausfallen?

Preetz: So kurz nach Spielschluss ist das noch nicht absehbar. Wir werden in den nächsten Tagen und Wochen mit allen unseren Spielern Gespräche führen. Wir werden sehen, wer bereit ist, mit uns den Weg in die 2. Liga anzutreten. Wer den Verein am Ende verlassen wird, kann ich im Moment nicht sagen.

Frage: Glauben Sie, dass es schnell gelingt, Berlin wieder Erstliga-fähig zu machen?

Preetz: Wir werden zusehen, dass wir für die neue Saison eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen.

Aufgezeichnet von Tobias Gonscherowski

24. April 2010

Stolpergefahr aus dem Rheinland

Filed under: Bundesliga — admin @ 14:46
Nach dem 20. Spieltag waren es noch 13 Zähler Rückstand auf den so viel möglich machenden 3. Platz, aber genau dort hat sich Werder Bremen binnen nur elf Bundesliga-Partien mittlerweile wieder hingekämpft, hingespielt und hingepunktet.

“Daran müssen wir uns messen lassen”, weiß Cheftrainer Thomas Schaaf. Die erste Richtschnur wird am Samstagabend im Weser-Stadion gespannt, wenn die “Grün-Weißen” in ihrem vorletzten Heimspiel der Saison den 1. FC Köln empfangen.

Schaaf warnt vor Leichtsinn

Drei vermeintlich sichere Punkte vor dem aufeinanderfolgenden Doppel-Showdown gegen Schalke und den HSV? “So denken viele, aber nicht alle”, erwiderte Schaaf eindringlich auf der Pressekonferenz vor der Partie. Und vor allem urteilen die Werderaner nicht in derartig leichtsinnigen Kategorien: “Einen Sieg am Samstag nimmt man nicht mal eben so mit”, mahnt der 48-Jährige.

Seine Mannschaft wird er explizit darauf einstellen. Durch jedes verlorene Pünktchen könnte das zuvor hart Erarbeitete ganz schnell wieder aus den eigenen Händen gleiten. Oberflächlich betrachtet, reist zwar “nur” der Tabellenelfte nach Bremen, der sich im Detail jedoch speziell in der Fremde besonders wohl fühlt. Der 1. FC Köln ist die fünftbeste Auswärtsmannschaft der Liga, heimste ganze 23 seiner 37 bisher gesammelten Punkte auf Reisen ein.

Soldo: “Werder ist Favorit”

Wie unangenehm die Domstädter dort zu bespielen sind, bekamen unter anderem der FC Bayern (0:0), Bayer Leverkusen (0:0) oder der VfB Stuttgart (0:2) am eigenen Leib zu spüren, die gegen Zvonimir Soldos Mannschaft jeweils empfindliche Punktverluste einstecken mussten. “Auswärts tun sie sich leichter als zuhause”, weiß Schaaf. Die ausführliche Erklärung: “Dort können sie das Spiel ein bisschen mehr auf sich zukommen lassen, die Räume eng machen und kompakt stehen – was ihrer Spielanlage sehr entgegenkommt.”

Freilich müssen die Domstädter nicht mehr um den Klassenerhalt fürchten. Dabei halfen neun Punkte aus den letzten vier Spielen, womit sich der 1. FC Köln jedweder tabellarischer Sorgen entledigen konnte. Nun sollen in den ausstehenden Spielen noch einige Zähler eingefahren und die 40-Punkte-Marke geknackt werden, um auch das zweite angestrebte Saisonziel zu erreichen. Zum kommenden Spiel in Bremen meinte FC-Coach Soldo: “Werder ist eine der stärksten deutschen Mannschaften. Sie sind der Favorit, aber wir wollen es ihnen schwer machen.”

Borowski sitzt Gelb-Sperre ab

Insgesamt ist der FC-Trainer zuversichtlich: “Wenn wir defensiv gut stehen, werden wir auch gegen Werder unsere Chancen bekommen”, ist sich Soldo sicher. Beim Unternehmen Auswärtserfolg fehlen dem Coach aber drei Spieler: Manasseh Ishiaku und Adil Chihi (Achillessehnenriss) haben sich unter der Woche verletzt, Pierre Wome (Innenbandprobleme) wird erst in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können. Kurzfristig verletzte sich am Freitag auch noch Stammtowart Faryd Mondragon (Oberschenkelzerrung). Für ihn wird Thomas Kessler zwischen die Pfosten rücken.

Werder-Coach Schaaf steht fast der komplette Kader zur Verfügung. Einzig die verletzten Christian Vander (Schambeinentzündung) und Peter Niemeyer (Sprunggelenksverletzung) werden wie auch Tim Borowski (Gelb-Sperre) auf der Tribüne Platz nehmen müssen.

Noch drei “Hammer-Begegnungen” für den FC

Ersatztorhüter Sebastian Mielitz scheint seine Knieprobleme überwunden zu haben. Im Hinspiel machte der junge Torhüter sein erstes Bundesligaspiel für die “Grün-Weißen” und konnte mit mehreren guten Szenen und ohne Gegentor überzeugen. Das Trainerteam will nun abwarten, ob es für ihn bereits wieder für den Platz auf der Bank reicht. “Das würde unsere Situation in dem Bereich natürlich sehr entspannen”, kommentierte Schaaf die Torhütersituation.

Während Soldo befand, dass es “für einen Fußballprofi nichts Schöneres gibt, als ohne Druck zu Spielen”, sind für FC-Manager Meier die ausstehenden drei Partien “Hammer-Begegnungen”, da man neben dem Champions League-Aspiranten Bremen noch auf die abstiegsgefährdeten Teams aus Freiburg und Nürnberg trifft. Beide sehen ihre Mannschaft jedoch gut gerüstet: Michael Meier erinnerte an die vergangene Saison, als der bereits gerettete FC überraschend in Hamburg gewinnen konnte. Und auch Trainer Soldo ist sich sicher: “Jeder will in den letzten Spielen noch einmal zeigen, was er kann.”

2. April 2010

Es wird um jeden Zentimeter gekämpft

Filed under: FC Schalke 04 — admin @ 14:36
Am 28. Spieltag war es endlich wieder so weit: Der FC Schalke 04 hat durch einen Sieg bei Bayer Leverkusen die Tabellenführung übernommen und biegt als Gejagter auf die Zielgerade Richtung Deutsche Meisterschaft.
Besonders beeindruckend war die souveräne Art und Weise des Erfolgs beim direkten Titelkonkurrenten. Vorne präsentierte sich Kevin Kuranyi als eiskalter Vollstrecker und hinten stand die Abwehr wieder einmal bombensicher.

Einer der Pfeiler der Defensive ist Marcelo Bordon. Und obwohl gerade die Viererkette ein ums andere Mal personell umgebaut wurde, blieben die “Knappen” bereits zum 13. Mal in dieser Saison ohne Gegentreffer.

Im Interview mit bundesliga.de spricht Bordon vor dem absoluten Topspiel gegen Bayern München über den Sprung an die Spitze, seine Erwartungen an die Partie und die bedingungslose Unterstützung der Fans.

bundesliga.de: Sind Sie selbst ein wenig überrascht gewesen, wie souverän die Mannschaft in der BayArena aufgespielt und gewonnen hat?

Marcelo Bordon: Nein, ich bin nicht überrascht, weil ich weiß, was unsere Mannschaft leisten kann.

bundesliga.de: Wie groß ist die Freude nach dem Pokal-Aus gegen den FC Bayern, die Münchener jetzt von der Spitze gestoßen zu haben?

Bordon: Das ist nur eine Momentaufnahme. Die Tabelle interessiert uns nicht. Wir schauen nur auf das nächste Spiel.

bundesliga.de: Und das findet am Samstag erneut gegen die Bayern statt. Die stehen nach zwei Niederlagen in der Bundesliga enorm unter Druck und müssen auf Schalke auf Sieg spielen. Kommt Ihnen das taktisch entgegen?

Bordon: Wir wissen, dass die Bayern eine starke Mannschaft haben. Das haben sie zuletzt auch gegen Manchester unter Beweis gestellt. Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren und alles in die Waagschale werfen. Dann werden wir sehen, was am Ende herauskommt.

bundesliga.de: Die Veltins-Arena ist natürlich ausverkauft. Wie wichtig werden die Fans in diesem Prestigeduell sein?

Bordon: Unsere Fans unterstützen uns fantastisch! Sie sind enorm wichtig und der zwölfte Mann für uns. Das kann in einer Partie schon einen Unterschied ausmachen.

bundesliga.de: Was für einen Spielverlauf erwarten Sie am Samstag?

Bordon: Schon im Pokal hat man gesehen, dass beide Mannschaften Respekt voreinander haben. Ich gehe davon aus, dass es ein sehr intensives Spiel geben wird. Es wird um jeden Zentimeter gekämpft.

bundesliga.de: Schalke stellt derzeit mit nur 22 Gegentoren die sicherste Hintermannschaft. Warum kassiert S04 so wenige Gegentore?

Bordon: Wir haben zum einen mit Manuel Neuer einen super Rückhalt und harmonieren in der Abwehr sehr gut. Was aber fast noch wichtiger ist: Wir verteidigen als Mannschaft sehr gut. Das fängt bei den Stürmern an.

bundesliga.de: Es heißt, dass die Defensive Meisterschaften gewinnt, die Offensive lediglich einzelne Spiele. Daraus könnte man schließen, dass Schalke den Titel holt.

Bordon: Daraus mache ich mir nichts. Wir hatten schon häufiger die beste Defensive, aber Meister bin ich noch nicht geworden. Selbst ein paar Tore schießen ist auch nicht unwichtig. Aber das machen wir in dieser Saison ja auch, sonst wäre Kevin Kuranyi nicht an der Spitze der Torschützenliste.

Die Fragen stellte Sven Becker

Wiese wieder fit – Wagner sammelt Spielpraxis

Filed under: Bundesliga — admin @ 14:35
Die Zeit ohne Torhüter bei Werder Bremen ist beendet. Beim Training am Donnerstag konnten die “Grün-Weißen” mit Torhüter Tim Wiese und U-23-Rückhalt Felix Wiedwald arbeiten. Beide werden voraussichtlich auch das Aufgebot für die Bundesliga-Partie in Dortmund sein.
“Sicher war es noch nicht 100prozentig, aber ich denke, dass ich soweit bin, wieder spielen zu können. Wir haben auch noch zwei Tage Zeit”, sagte Tim Wiese nach der Übungseinheit.

Wagner: “Mein Knie ist wieder völlig hergestellt”

Ein mit Spannung erwartetes Comeback wird auch Angreifer Sandro Wagner geben. Seine Fortschritte im Training lassen am Wochenende einen Einsatz in der 3. Liga zu. Bei der U23 soll der Stürmer, der im vergangenen Herbst einen Kreuzbandriss erlitten hatte, sein Pflichtspieldebüt in der Partie gegen den 1. FC Heidenheim (14 Uhr/Platz 11 am Weser-Stadion) geben.

“Ich habe mit dem Trainer vereinbart, dass ich mindestens die erste Halbzeit spiele. Darüber freue ich mich sehr. Mein Knie ist wieder völlig hergestellt. Jetzt gilt es Spielpraxis zu sammeln. Vielleicht klappt es auch noch mit meinem großen Ziel, in dieser Saison auch noch mal in der Bundesliga Einsatzzeiten zu bekommen”, so Wagner.

Alles in allem zog Cheftrainer Thomas Schaaf ein positives Fazit dieser Trainingswoche. “Alle freuen sich auf die Partie in Dortmund. Wir werden dort topvorbereitet auflaufen. Wir sind konditionell sehr gut dabei. Wir hatten kein Spiel in dieser Woche und endlich mal Zeit, etwas Druck raus zu nehmen, den Kopf frei zu bekommen und sind jetzt voll fixiert auf diese Partie am Samstag.”

Raitala bleibt in Hoffenheim

Filed under: 1899 Hoffenheim — admin @ 14:34

1899 Hoffenheim hat seine Kaufoption für den zweifachen finnischen Nationalspieler Jukka Raitala gezogen.

Bis zum 1. April musste sich der Verein entscheiden, ob sie den bisher von HJK Helsinki ausgeliehenen Linksverteidiger behalten.

Raitala, der in dieser Saison bisher erst ein Mal beim 0:1 gegen Werder Bremen in der Bundesliga zum Einsatz kam, besitzt in Hoffenheim nun einen Vertrag bis 2014.

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